Glossar der Bauzeitenplanung.
Die wichtigsten Begriffe der Terminplanung im Bau und im Garten- und Landschaftsbau, kurz und präzise erklärt. Für die Vertiefung mit Beispielen: Was ist ein Bauzeitenplan?
- Bauzeitenplan
- Grafische Darstellung aller Vorgänge eines Bauprojekts auf der Zeitachse, meist als Gantt-Diagramm. Zeigt, welches Gewerk wann arbeitet, wie Vorgänge zusammenhängen und wann Meilensteine erreicht werden.
- Terminprogramm
- In der Schweiz gebräuchliche Bezeichnung für den Bauzeitenplan, den verbindlichen zeitlichen Fahrplan eines Bauprojekts.
- Bauablaufplan
- Bezeichnung für den Bauzeitenplan mit Betonung der logischen Reihenfolge der Arbeiten: Was muss fertig sein, bevor der nächste Vorgang starten kann?
- Bauprogramm
- Synonym für Bauzeitenplan und Terminprogramm, vor allem in der Schweiz verbreitet.
- Baukalender
- Umgangssprachliche Bezeichnung für die kalendarische Übersicht der Bautermine eines Projekts.
- Rahmenterminplan
- Grobterminplan mit den grossen Projektphasen (Planung, Erdbau, Hartbau, Bepflanzung, Fertigstellung). Entsteht früh im Projekt und dient der Kommunikation mit der Bauherrschaft.
- Detailterminplan
- Fein gegliederter Terminplan der Ausführung nach Gewerken und einzelnen Vorgängen, mit Dauern, Abhängigkeiten, Puffern und Verantwortlichkeiten. Das Steuerungsinstrument der Baustelle.
- Gantt-Diagramm
- Balkendiagramm, das Vorgänge als horizontale Balken auf einer Zeitachse darstellt. Das Standardformat für Bauzeitenpläne, weil Dauern, Überlappungen und Abhängigkeiten auf einen Blick sichtbar sind.
- Vorgang
- Abgrenzbare Arbeit im Terminplan mit Bezeichnung, Dauer, Start- und Endtermin, zum Beispiel Aushub, Natursteinarbeiten oder Bepflanzung. Im Idealfall mit BKP- oder DIN-Zuordnung und verantwortlicher Firma.
- Abhängigkeit
- Logische Verknüpfung zwischen Vorgängen, meist Ende-Anfang: Ein Vorgang startet erst, wenn sein Vorgänger abgeschlossen ist. In einer Bauzeitenplan-Software ziehen abhängige Vorgänge bei Verschiebungen automatisch mit.
- Meilenstein
- Fixpunkt ohne Dauer im Terminplan, etwa Baubeginn, Bemusterung, Pflanztermin, Abnahme oder Übergabe.
- Kritischer Pfad
- Kette von Vorgängen ohne Puffer, deren Verzögerung den Endtermin direkt verschiebt. Bei Projekten mit fixem Eröffnungstermin (etwa Hotelanlagen) das wichtigste Steuerungselement.
- Puffer
- Zeitreserve zwischen Vorgängen, die Verzögerungen auffängt, bevor der Endtermin gefährdet ist. Im GaLaBau vor allem für witterungsabhängige Arbeiten wie Erdbau und Beläge unverzichtbar.
- Pflanzfenster
- Zeitraum, in dem Pflanzarbeiten aufgrund von Vegetationsperiode und Witterung fachgerecht möglich sind. Zentraler Fixpunkt der Bauzeitenplanung im Garten- und Landschaftsbau: Der übrige Plan wird häufig vom Pflanzfenster rückwärts gerechnet.
- Fertigstellungspflege
- Pflegephase nach der Bepflanzung bis zum abnahmefähigen Zustand der Vegetation. Gehört terminlich und vertraglich zum Projekt und damit in den Bauzeitenplan.
- Lesestatus
- Information, welche Projektbeteiligten den geteilten Bauzeitenplan bereits geöffnet haben. Zeigt vor kritischen Terminen, wer informiert ist und wo nachgefasst werden muss.
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